Bergsport & Umwelt

Umweltbewusst unterwegs in den Bergen!

Nachdenkenswert: Bergsport und Umwelt

Bergsport ist ein herrlicher Ausgleich zu den Belastungen des Alltags. Ob in den Mittelgebirgen oder in den Alpen, der Reiz des Bergsports wird in großem Maße durch das Naturerlebnis geprägt. Gerade in den Alpen bewegen wir uns auch heute noch in einer einzigartigen Natur. Die Alpen sind ein in Europa einmaliger ökologischer Ausgleichsraum und gleichzeitig der größte Wasserspeicher des Kontinents:

·         Sie sind Rückzugsort für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

·         Gletscher und Quellen bieten vielen europäischen Großstädten bestes Trinkwasser; große Stauseen versorgen nicht nur das angrenzende Flachland mit elektrischer Energie.

·         Luftmassen werden in und über den Alpen erneuert und ausgetauscht. Man denke nur an einen heftigen Föhnsturm.

Rund 120 Mio. Gäste suchen jährlich Erholung und Ruhe in den Bergen. Längst haben die Belastungen in den Alpen Dimensionen erreicht, die folgenschwere Probleme verursachen. Wir alle sind mitverantwortlich und müssen mehr Rücksicht nehmen:

·         auf die natürlichen Ressourcen Wasser, Boden, Luft

·         auf die wildlebenden Pflanzen und Tiere, deren Lebensräume und

·         auf die soziale und kulturelle Identität der Bewohner in den Alpenregionen

Jeder Besucher sollte deshalb immer auch zum Schutz dieses einmaligen Lebens-, Natur- und Kulturraumes beitragen. 

Einige Tipps zum Beherzigen! 

Für die Anfahrt

·         Umweltfreundlich anreisen (öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften).

·         Vorhandene  ausgewiesene Parkplätze benutzen; Parken Sie nicht auf Wegesrändern oder auf Wiesen. Die Almbauern und Tiere danken es Ihnen.

·         Mountainbiker: Halten Sie sich an das Wegegebot und nehmen Sie Rücksicht auf Wanderer; nur auf geeigneten Wegen fahren.

Für den Aufstieg

·         Schließen Sie beim Aufstieg alle Viehgatter; Entlaufenes Almvieh kann in der Natur erhebliche Schäden anrichten.

·         Bleiben Sie auf Wegen und Pfaden. Latschenfelder, alpine Rasen und Gebirgswald sind Überlebensräume für Wildtiere.

·         Denken Sie daran: Alpenblumen in der Hand verblühen schnell. Verpflanzt an andere Standorte sind sie nicht überlebensfähig.

·         Wildtiere reagieren auf „normales“ Verhalten der Erholungssuchenden ohne Stress. Deshalb nicht flüstern, anpirschen oder gar verjagen. Hunde gehören an die Leine.

·         Nehmen Sie besonders auch im Winter Rücksicht auf Wildtiere. Bei Skitouren Ruhezonen und Schutzgebiete für Wildtiere respektieren; bei zu geringer Schneelage auf Skitouren und Variantenabfahrten verzichten.

Für den Gipfelaufenthalt und die Hütte

·         Denken Sie daran: Die  meisten Besucher suchen auf dem Gipfel die Ruhe und wollen die Faszination der Bergwelt genießen.

·         Auf dem Gipfel gibt es keinen Mülleimer! Was man hinaufgetragen hat, nimmt man auch wieder mit ins Tal.

·         Auf den Hütten Strom und Wasser sparen.

Für den Rückweg

·         Bleiben Sie auf Wegen und Pfade, vermeiden Sie Abkürzungen. Die alpine Vegetation ist trittempfindlich.

·         Lostreten von Steinen steigert die Erosionsgefahr und gefährdet Menschen.

·         Mountainbiker: Die Geschwindigkeit im Griff haben; Blockierbremsungen vermeiden; Bremsspuren sind Ansatzstellen für Erosionen.